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Keynote 4 – Prof. Dr. Jürgen Wilbert

Soziale Integration und Ausgrenzung von Schülerinnen und Schülern in inklusiven
Klassen

Neben der Betrachtung der Entwicklung akademischer Leistungen von Schülerinnen und Schülern in inklusiven Klassen, ist die soziale Eingebundenheit und Vernetzung in die Klassengemeinschaft zunehmend in den Fokus inklusions- und sonderpädagogischer Forschung gerückt. Leitend ist hier die Frage, ob es in inklusiven und integrativen Klassen gelingt, dass Kinder mit Förderbedarf im gleichen Ausmaß in das soziale Netz der Klasse eingebunden werden wie deren Peers ohne erhöhten Förderbedarf. Die Forschung hat sich von dieser zunächst deskriptiven Perspektive zunehmend der Frage nach den Ursachen sozialer Ausgrenzungen in Klassengemeinschaften gewidmet. Mit der Entwicklung und Verbreitung von Netzwerkmodellierungen und Mehrebenenanalysen in diesen Forschungsbereich können komplexere Prozesse sozialer Interaktionen in Klassen beschrieben und erklärt werden. Dabei wird sichtbar, dass der soziale Status in einer Klasse nicht allein durch Merkmale ausgegrenzter Personen (etwa Förderbedarf) erklärt werden kann, sondern durch ein komplexes Geflecht sozialer und individueller Normstrukturen in der Klassengemeinschaft beeinflusst wird. 

Abstract